17. Mai 2015

Gedankenwerkstatt 2015

Dr. Albert Lichtenthal
Dr. Albert Lichtenthal

"Die Persönlichkeit eines Menschen ist veränderbar. Lebenslang!"

(Eric Kandel)

 

Dr. Albert Lichtenthal eröffnete auch in diesem Jahr bereits am Freitagabend unsere GedankenWerkstatt 2015, die vom 13. -15.05. im abba-Hotel Berlin stattfand.

Anhand aktueller Studien verdeutlichte und visualisierte er den Teilnehmern die faszinierenden Fähigkeiten des menschlichen Gehirns. Unser Gehirn ist neuroplastisch und veränderbar - lebenslang. Man kann es sich einfach nicht oft genug vor Augen halten! Egal ob Motivation, Resilienz, Gewichtsreduktion, Verhaltensänderungen - wir alle tragen den Schlüssel dafür in unserem Kopf - in unseren Gedanken. Neuronale Netzwerke sind verantwortlich für unsere kognitiven Prozesse und das menschliche Verhalten. Sie machen uns zu dem was wir sind, formen unsere Persönlichkeit, unsere Charaktermerkmale und sind verantwortlich für Entscheidungen, die wir treffen.

 

Dr. Sven Sebastian: Was bedeuten überhaupt "Gesundheit" und "Wohlbefinden" im Rahmen eines BGM's?
Dr. Sven Sebastian: Was bedeuten überhaupt "Gesundheit" und "Wohlbefinden" im Rahmen eines BGM's?

Motiviert und inspiriert von Albert Lichtenthals Vortrag sowie wissend um die Fähigkeiten jedes Einzelnen konnten wir am Samstagvormittag sofort in die berufliche Praxis einsteigen. Dr. Sven Sebastian stellte mit seinem Konzept 4moreInnovation die Grundlagen für ein  generationsübergreifendes Innovationsmanagement dar. Innovationsprozesse bedeuten immer die Aktivierung von funktioneller, struktureller, synaptischer Neuroplastizität im Gehirn, das heißt Innovation in Unternehmen braucht funktionierende, gesunde und leistungsstarke Gehirne. Und da wären wir wieder - mitten in unseren neuronalen Netzwerken! Das grandiose ist auch hier: Jedes menschliche Gehirn ist zu innovativen Denkprozessen fähig! Es heißt also die Potentiale der Mitarbeiter zu erkennen und zu heben. Dafür braucht es Selbstmotivation und eine "innovationsstimulierende" Umwelt - damit ist Innovation sowohl eine Frage der Führung als auch des Selbstmanagements.

Doch nicht nur die Fähigkeit zur Innovation - es stecken noch ganz andere Potentiale und Ressourcen in uns, unseren Mitarbeiten und unseren Patienten/Klienten. Wenn es gelingt, die bereits bestehenden Potentiale zu entwickeln und zum Aufblühen zu bringen sowie die verborgenen besser zu nutzen, steigert dies die Leistungsfähigkeit des Menschen enorm. Dr. Albert Lichtenthal stellte uns mit dem Konzept 4morePotential die wichtigsten Grundlagen für eine Potentialentfaltung vor. 

 

Christian W. Engelbert
Christian W. Engelbert

Nach all dieser Lobhudelei auf unsere einzigartigen neuronalen Netzwerke wurde es Samstagnachmittag schließlich Zeit das Gehirn von seinem hohen Ross zu werfen. Denn "Liebe geht schließlich durch den Magen", "Schmetterlinge haben wir in unserem Bauch" und nach dem Verliebtsein schlagen uns diese manchmal "auf den Magen". Na, was sagst du nun Gehirn? Bist du doch nicht der alleinige Herrscher des Imperiums Mensch? Christian W. Engelbert, Facharzt für Allgemeinmedizin und Integrative Medizin, nahm uns in seinem Vortrag über die "Brain-Gut-Connection" mit auf eine appetitanregende Entdeckungsreise - vom Gehirn zum Darm und wieder zurück. Bauch und Gehirn kommunizieren permanent miteinander und bedingen sich in ihren Funktionen, das konnten aktuelle Forschungsergebnisse beweisen. Aber kann man gleich von einem Darm-Gehirn sprechen, das intuitiv Entscheidungen trifft? Welche Rolle spielen Mikroorganismen in meiner Darmschleimhaut bei der emotionalen Beurteilung von alltäglichen Situationen und Ereignissen? Was muss ich darüber wirklich wissen? Was hat die Verdauung mit meiner geistigen Leistungsfähigkeit zu tun? Diesen Fragen und Mythen gingen wir auf den Grund. Und eins sei an dieser Stelle verraten: Auch wenn sich unser Gehirn seinen Platz auf dem obersten Sockel weiterhin verdient hat, ist die Welt unseres Darms ebenfalls ein weites und noch lang nicht gänzlich erforschtes Feld, dass in seiner großen Wechselwirkung mit unserem neuronalen Netzwerk erheblichen Einfluss auf Wohlbefinden, Gesundheit und Leistungsfähigkeit nehmen kann.

 

Nach dieser großen Wissens- und Informationsverarbeitung der ersten Tage standen die Workshops am Sonntag ganz im Zeichen der Praxis und Methodenanwendung. Anhand von Fallbeispielen aus dem Coachingalltag konnten die Teilnehmer gemeinsam mit Sven Sebastian Techniken und Wege des Neurocoachings trainieren - sowohl im unternehmerischen Umfeld als auch in der Beziehung Arzt/Coach und Patient/Klient. 


Wir möchten allen Teilnehmern für ihr Interesse, ihre Motivation und ihre fluiden Gehirne danken. Das Wochenende mit euch hat uns wieder große Freude bereitet, nachhaltig inspiriert und in unseren Visionen bekräftigt.


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