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I. Rückblick: 1. IAH-Kongress & Ausblick: Save the Date 2015

Dr. Albert Lichtenthal: Demografischer Wandel und seine Potentiale "Lernen lebenslang"
Dr. Albert Lichtenthal: Demografischer Wandel und seine Potentiale "Lernen lebenslang"

Dr. Albert Lichtenthal, Neurowissenschaftler und Leiter der Proventika Akademie, gab den TeilnehmerInnen in seinem Eröffnungsvortrag einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen in den Neurowissenschaften und deren Einfluss auf unser alltägliches Leben. Mit Hinweisen zu Studienergebnissen, wie der Gallup-Studie 2013, machte er auf die mangelnde emotionale Bindung der überwiegenden MitarbeiterInnen an deutschen Unternehmen aufmerksam. Er setzte damit einen konstruktiven Austausch der teilnehmenden Mediziner, Coaches und Personalverantwortlichen verschiedener Branchen in Gang, der über den gesamten Kongress motiviert fortgeführt wurde.

 

Katrin Gühne: Lösungen statt Anschuldigungen
Katrin Gühne: Lösungen statt Anschuldigungen

Diplom-Psychologin Katrin Gühne (firm Leipzig) begeisterte mit Erfahrungen mitten aus der Praxis. Anhand eines Projektes von firm Leipzig, an dem bundesweit zahlreiche Coaches beteiligt sind, erläuterte Sie die Möglichkeiten der Prozessverbesserung im Automobilbau auf Basis eines generationsübergreifenden Umdenkens.

 

Dr. Sven Sebastian: Was bedeuten überhaupt "Gesundheit" und "Wohlbefinden" im Rahmen eines BGM's?
Dr. Sven Sebastian: Was bedeuten überhaupt "Gesundheit" und "Wohlbefinden" im Rahmen eines BGM's?

Die beiden Workshops am Nachmittag des zweiten Tages unter der Leitung von Dr. Sven Sebastian, Geschäftsführer von Proventika und Kongressleiter, bereicherten das Wochenende nachhaltig. Es entstand ein konstruktiver, kritischer und inspirierender Austausch zwischen den TeilnehmerInnen und DozentInnen zu den Themen „Nachhaltiges Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)“ und „Wertschätzendes, lösungszentriertes Führen“. Anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis wurde gemeinsam herausgearbeitet, wie die Gesundheit und das Wohlbefinden von MitarbeiterInnen und damit ihre Erwerbsfähigkeit sowie das gesamte Betriebsklima optimal gefördert werden können. Das Fazit: Eine langanhaltende positive Veränderung kann nur entstehen, wenn ein eigenes Umdenken der AngestelltInnen, als auch insbesondere der Führungskräfte gefördert wird. Unternehmen sollten im Rahmen eines integrativen BGMs vor allen einen Schwerpunkt auf die Förderung der individuellen Konflikt- und Kommunikationsfähigkeiten setzen. Alltagstaugliche und praxisorientierte Methoden und Techniken bauen hierbei vor allem auf einem fundierten Wissen über die eigenen Wahrnehmungs- und Denkprozesse im alltäglichen Handeln auf.

Die Erkenntnisse der Hirnforschung und Neurowissenschaften bilden eine optimale Grundlage der Förderung von kognitiven und kreativen Potentialen in Unternehmen. In den MitarbeiterInnen selbst stecken mit Abstand die größten Ressourcen. Diese gilt es zu entdecken, wertzuschätzen, auszubauen, zu entwickeln und im Interesse einer gesunden Unternehmenskultur im Alltagsgeschäft umzusetzen.

 

Meinungen der TeilnermerInnen:

Die Workshops ermöglichten einen intensiven Austausch zwischen TeilnehmerInnen und DozentInnen
Die Workshops ermöglichten einen intensiven Austausch zwischen TeilnehmerInnen und DozentInnen

Nadin Schmidt, Siemens Betriebskrankenkasse:

„Die Inhalte der Vorträge und Workshops waren sehr informativ und verständlich gestaltet. Für mich war besonders der nachhaltige Nutzen der Hirnforschung für das Betriebliche Gesundheitsmanagement interessant. Die Potentiale, die hier liegen, wurden sehr gut, nachvollziehbar und umsetzungstauglich herausgearbeitet.“

 

Thomas Motsch, Inhaber eines Therapiezentrums und Physiotherapeuth:

„Nachdem ich bereits an der Weiterbildung „Stress- und Gesundheitsmanagement (IAH)“ teilgenommen habe, habe ich mich ganz besonders auf den Kongress gefreut. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Die Inhalte waren für mich und mein alltägliches Berufsleben sehr bereichernd. Besonders der intensive Austausch mit den TeilnehmerInnen unterschiedlicher Arbeitsbereiche und den DozentInnen, den der Kongress optimal gefördert hat, war sehr anregend.“

 

Wir möchten allen TeilnehmerInnen für Ihre intensive Mitarbeit und Ihr großes Interesse danken. Das gelungene und bereichernde Wochenende hat uns motiviert und Mut zu einer Fortsetzung gemacht. Euphorisiert von dem positiven Feedback und der Energie der Veranstaltungen, sitzen wir bereits an Konzeptüberarbeitungen und neuen Ideen für 2015!

 

Die positiven Erfahrungen aus diesem Jahr haben uns gezeigt, dass der Fokus neben den wissensvermittelnden Vorträgen vor allen Dingen auf dem gemeinsamen Austausch liegen sollte. Aus diesem Grund schmückt sich unser Kongress im nächsten Jahr in einem neuen Gewand: aus dem IAH-Kongress wird unsere IAH-Gedankenwerkstatt!

 

SAVE THE DATE 2015: Unsere 1. IAH-Gedankenwerkstatt findet vom 13.03. – 15.03.2015 in Berlin statt.

Am Kongresssamstag möchten wir unseren Fokus besonders auf das Motto "Lean Management beginnt im Kopf" richten, das vor allem die Bedürfnisse von Personalverantwortlichen und Coaches in den Mittelpunkt stellen wird. Mit dem Schwerpunkt "Mit Freude seinen Lebensstil ändern - Aktuelle Ansätze zum Thema Motivations- und Zielmanagement im Alltag" richtet sich der Sonntag insbesondere an interessierte Mediziner, Therapeuten und Trainer.

 

 Mehr Informationen erhalten Sie in unseren nächsten GedankenNetzen!

 

 „Lean Management zielt darauf ab, Probleme sichtbar zu machen anstatt sie zu verstecken. Doch wer gibt in einem Unternehmen gern Probleme und damit verbundene Fehler zu? Wie tolerant und transparent ist die Führungsmannschaft bezüglich der eigenen Fehlerquote im Team? Lean Management kann aus meiner Sicht nur funktionieren, wenn im Unternehmen eine Kultur herrscht, die Fehler zulässt und Probleme sichtbar macht statt sie zu verstecken. Dauerhafte Erfolge bei der Einführung von „Lean“ können nur durch eine grundlegende Änderung der Einstellung und des Verhaltens der Mitarbeiter erreicht werden. Dazu gehört zwingend das Überprüfen und Revidieren von bestehenden Einstellungen und Gewohnheiten, nicht nur bei den Mitarbeitern, sondern auch und gerade bei den Führungskräften. Wie dies nachhaltig zu erreichen ist, darüber werden wir auf dem 1. IAH-Gedankenwerkstatt 2015 gemeinsam diskutieren. Ich freue mich auf Ihre Beiträge und Erfahrungen!

Dr. Sven Sebastian